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1.3 Eigenschaften des BVD-Virus PDF Drucken E-Mail

 

Damit wir die Krankheit BVD, sowie deren Entstehung, Ausbreitung und Bekämpfungsmöglichkeiten überblicken können, sollten wir einige Charakteristika des Erregers kennen. Das BVD Virus gehört zur Gattung der Pestiviren. Verglichen mit anderen Viren sind diese eher klein. Zu den nahen Verwandten des BVDV gehören zwei bekannte Tierseuchen-Erreger, das Schweinepestvirus sowie das Border Disease Virus beim Schaf. Das BVD Virus ist für den Menschen ungefährlich, es kann durch diesen jedoch leicht von einem Tier auf ein anderes übertragen werden. Um ein BVD Virus zu charakterisieren, wird es jeweils einem Genotypen sowie einem Biotypen zugeordnet:
 

  • Genotypen: Vom BVD Virus sind bisher zwei Genotypen bekannt (BVDV 1 sowie BVDV 2). Diese unterscheiden sich im Aufbau ihrer Erbsubstanz. BVDV 2 ist gemeinhin für schwerere Krankheitsverläufe bekannt, doch hat in letzter Zeit auch BVDV 1 mit tödlichen Erkrankungen von sich reden gemacht. In der Schweiz sind bisher nur BVD Viren vom Genotyp 1 aufgetreten.

  • Biotypen: Ein BVD Virus lässt sich immer einem von zwei Biotypen zuordnen. Der sog. cytopathogene (cp) Biotyp ist in der Lage, Körperzellen, welche im Labor zur Anzucht von Viren verwendet werden, zu schädigen. BVD Viren vom nicht-cytopathogenen (ncp) Biotyp haben dagegen keine zellschädigende Wirkung. Das ncp BVDV spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von persistent infizierten (PI) Tieren, das cp BVDV ist unter bestimmten Umständen in der Lage, Mucosal Disease auszulösen.

Das BVDV wird durch alle gängigen Desinfektionsmittel inaktiviert. Seine Widerstandsfähigkeit außerhalb des Tierkörpers ist gering. Es verliert seine Infektiosität bei 37 °C schon nach ca. 4 Tagen, bei 56 °C bereits nach ca. 45 Minuten.